Beim jüngsten „Wertshaussinga“ übergaben Roland Reuther und die Musiker des „fränkischen Wertshaussinga“ 500 Euro an die Schwarzenbacher Bergwacht. Das Geld kam durch die Spenden der Gäste zusammen.

Lerchenhügel – Das „fränkische Wertshaussinga“ hat eine Fangemeinde, die ihresgleichen sucht. Jeden letzten Freitag im Monat wird geschnattert, gesungen, musiziert – und, nicht zu guter Letzt, auch geschunkelt, „was das Zeich hält“. Viele schöne Stunden hat man hier mitten im Frankenwald bereits miteinander verbracht. Oft nehmen die Teilnehmer für diese geselligen Abende kilometerlange Anfahrten auf sich.

Initiator Roland Reuther und seine Musiker kredenzen bereits im fünften Jahr allmonatlich diese volkstümliche Klangvielfalt. Aufgespielt wird hier, und das hat sich seit Gründung ebenso nicht verändert wie der Termin, „aus Liebe zur Musik“ – und immer kostenlos. Die Veranstaltung wird unterstützt von Spenden der Gäste. Und die haben sich in den letzten Jahren überaus dankbar gezeigt. Was nun dazu führte, dass die Spendendose geleert werden musste.

Nach Abzug von Aufwandsentschädigungen für die Musiker (wie Fahrtkosten oder einen Obolus für die Instrumentenpflege) übergab Roland Reuther im Rahmen des jüngsten „Wertshaussingen“ 500 Euro an die Schwarzenbacher Bergwacht.

„Die Bergwacht freut sich riesig über diese Art der Unterstützung,“ ließ Herbert Friedrich (Bereitschaftsleiter der Bergwacht in Schwarzenbach) freudig wissen. Er war gemeinsam mit Gerhard Rank (Naturschutzreferent der Bergwacht) gekommen um den Betrag entgegen zu nehmen.

Wie Friedrich wissen ließ, werden Fahrzeuge und Rettungsmittel zwar von der Bergwacht Bayern, beziehungsweise vom Staat, zur Verfügung gestellt, die Kosten für den laufenden Betrieb jedoch muss jede Bergwacht-Bereitschaft selbst tragen (so zum Beispiel Unterhalt der Fahrzeuge, den Sprit, Reparatur und Reifen). Auch den Unterhalt von Gebäuden finanziert die einzelne Bereitschaft selbst wie persönliche Einsatzkleidung, die die Mitglieder zum grossen Teil selbst bezahlen.

Das Dienstgebiet der Bergwacht streckt sich in westlicher Richtung bis Wallenfels und nördlich zur Landesgrenze zu Thüringen – im Süden bis nach Stammbach und im Osten zur A9. Oft werden aber auch Gebietsübergreifend mit anderen Bergrettungswachen Einsätze bewältigt. In Zusammenarbeit mit dem Landrettungsdienst ist die Bergwacht zuständig für den Rettungsdienst in unwegsamen Gelände und Höhlen. So stehen neben Rettung von verletzten Wanderern, Forstarbeitern, Skifahrer auch Vermisstensuchen an. Auch auf eine Hundestaffel der Region Fichtelgebirge/Frankenwald kann dabei im Bedarfsfall zurückgegriffen werden. Auch im Bereich Naturschutz ist die Bergwacht stark vertreten und macht regelmässige Naturschutzstreifen in Ihrem Diensgebiet.

Der Bereitschaftsleiter der Bergwacht resümierte, dass Einsätze wie zum Beispiel die Evakuierung der Tegelberg-Seilbahn im Jahr 2011 durchaus auch in unserer Region am Ochsenkopf geschehen können. Beim Hochwasser in Deggendorf 2013 war man mit neun Kameraden über sieben Tage vor Ort. Kameraden aus der Region Fichtelgebirge/Frankenwald waren zudem auch bei der Rettung des Höhlenforschers aus der Riesendinghöhle 2014 tätig.

Die Schwarzenbacher Bereitschaft zählt derzeit 46 Mitglieder. 21 aktive Mitglieder sind darunter, acht Anwärter und zehn Jugendliche und für deren Ausbildung soll nach Worten Friedrichs auch der Großteil der Spende Einsatz finden.

Friedrich und Rank freuten sich sichtlich und hegten im Zusammenhang mit der Spende Hoffnung: „Wir würden uns über aktive Unterstützung von neuen Mitgliedern, Männern wie Frauen, riesig freuen“, so Friedrich.