Schwarzenbach am Wald / Neustift (AT) – Vom 05. bis 07. August 2016 führte uns unsere diesjährige Bergtour mit der Jugendgruppe nach Österreich in das Stubaital. Unser Ziel war ein Teilstück des Stubaier Höhenweges.

Der Wetterbericht für die Alpen bestätigte sich – strömender Regen und sogar Schneeregen begleiteten unseren  Aufstieg zum ersten Nachtlager, der Starkenburger Hütte auf 2.237 Metern.

Über Nacht ging der Regen in höheren Lagen in Schnee über. Der Morgen überraschte uns mit ca. fünf Zentimeter Neuschnee; zudem waren die Gipfel in dichte Wolken gehüllt.

Gestärkt von einem kräftigen Frühstück machten wir uns dennoch gut gelaunt auf die erste Etappe unserer Hüttentour.  Im Laufe des Vormittages besserte sich das Wetter und auch der Schnee taute rasch ab.  Das aber in den Bergen nicht nur mit sich schnell ändernden Witterungsverhältnissen gerechnet werden muss bestätigte sich unseren ausgebildeten Einsatzkräften und den  Jugendlichen am Samstag gegen 11 Uhr:

Aus derzeit nicht näher bekannter Ursache kam ein Teilnehmer einer ca. 100 Meter hinter uns gehenden italienischen Wandergruppe im Bereich der „Roten Wand“, einem steilen und felsdurchsetzten Wegabschnitt, vom Steig ab und stürzte etwa 250 Meter über eine felsdurchsetzte Grasflanke ab.

Während ein Teilnehmer unserer Gruppe umgehend den Notruf absetzte versuchte ein anderer Kamerad zu dem Verunfallten abzusteigen. Den Witterungs- und Geländeverhältnissen geschuldet konnte dieser jedoch nur bis auf ca. 50 Meter an den Verunfallten herankommen als auch bereits der Rettungshubschrauber des ÖAMTC eintraf.

Der vom Christopherus im Schwebeflug abgesetzte Notarzt  konnte leider nur noch den Tod des 55jährigen Italieners feststellen.

Unsere restliche Gruppe kümmerte sich derweil um die Ehefrau und die weiteren Begleiter des Italieners.

Gemeinsam mit dem aufgestiegenen Notarzt begleiteten wir die Angehörigen auf ihrem weiteren Abstieg aus der „Roten Wand“. Bei den nachfolgenden Taubergungen der drei Personen unterstützten wir die Besatzungen des Christopherus und des zusätzlich eingetroffenen Polizeihubschraubers beim Anlegen der Rettungsdreiecke.

Nachdenklich begaben wir uns im Anschluss auf den noch vor uns liegenden Weg und erreichten sicher unser Tagesziel, die Franz-Senn-Hütte auf 2.147 Metern.

Am Sonntag präsentierte sich uns das Stubaital mit weißblauem Himmel. Von rauschenden Bergbächen begleitet stiegen wir talwärts Richtung Neustift ab und erreichten am Nachmittag unser Fahrzeug für die Heimreise.

Trotz der schweren Eindrücke freuen wir uns schon auf die nächste Bergtour.