Am Samstag, den 14.10.2017, fanden sich 20 Anwärter/innen und Einsatzkräfte unserer Bereitschaft zum diesjährigen Ausbildungstag der Bergwacht Schwarzenbach am Wald an unserer Diensthütte am Döbraberg ein.

Bereitschaftsleiter Herbert Friedrich zeigte sich in seiner Begrüßung erfreut über die rege Teilnahme und erläuterte kurz die weitere Vorgehensweise: In der Art eines Zirkeltrainings waren vier Stationen mit entsprechenden Ausbildungs-Schwerpunkten vorgesehen.

Die dabei behandelten Themen umfassten unter anderem das ABCDE-Schema nebst Prüfung, Sicherung und Dokumentation der Vitalfunktionen; den Umgang mit der Gebirgstrage und unserem neuen Patientenanhänger am ATV; das Arbeiten mit dem Statikseilsatz und die Rettung verunfallter Gleitschirmflieger aus Bäumen.

Kurz nach dem ersten Wechsel der Stationen erreichte uns gegen 14:38 Uhr die Alarmierung zu einem Echt-Einsatz (wir berichteten). Innerhalb kürzester Zeit wurde die Gebirgstrage auf unser Rettungsfahrzeug verlastet und mit sechs Einsatzkräften ausgerückt.

Während dessen wurde das Zirkeltraining (wenn auch in eingeschränkter Form) fortgesetzt.

Gegen 18:00 Uhr konnte gemeinsam bei traumhaften Bedingungen an unserer Diensthütte eine kleine Stärkung eingenommen werden. Für die bessere Verdauung machten wir uns im Anschluss bereit für einen kleinen Orientierungsmarsch.

Hier konnten die Kenntnisse aus einem der letzten Sprechabende erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden: mittels Karte und Kompass, Marschrichtungszahlen und UTM-Koordinaten, aber auch mittels GPS mussten verschiedene Punkte rund um den Döbraberg erreicht werden.

Während des ganzen Ausbildungstages wurden auch die Digitalfunkgeräte zur Kommunikation genutzt. Gegen 19:25 Uhr erhielt die Orientierungsgruppe plötzlich einen (Übungs-)Alarm via SMS-Alarmierung zu einem verunfallten Pilze-Sammler.

Laut „Übungs-Leitstelle“ konnte dieser sich mittels Smartphone und Standort-Meldung via WhatsApp bemerkbar machen und seine ungefähre Lage im mittleren Bereich der ehemaligen Sprungschanze mitteilen. Aus dem Orientierungsmarsch wurde somit eine Vermisstensuche.

Nach Auffinden des „Verunfallten“ erfolgte eine erste medizinische Versorgung und die Nachforderung von Material. Nach Umlagerung in die Gebirgstrage musste der Verunfallte dann durch unwegsames Gelände über zahlreiches Totholz, Wurzelstöcke usw., teils unter Seilsicherung, zum bereitstehenden Rettungsfahrzeug am Einstieg zum Jägersteig gerettet werden.

Beim anschließenden geselligen Beisammensein auf unserer Diensthütte zeigten sich alle Beteiligten begeistert über diesen gelungenen Tag!